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Manuela Kopp
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Die Angst vor der Angst

Möglicherweise fragen Sie sich gerade, wie man denn Angst vor der Angst haben kann. Vielleicht überlegen Sie auch, wie es dazu kommen kann. Sie haben Recht, es klingt etwas wirr, ist aber sachlich betrachtet ganz logisch.

Wie Sie ja vielleicht wissen, ist Angst erst einmal etwas Positives. Der Körper reagiert, wenn er sich bedroht fühlt, um sich vor der drohenden Gefahr zu schützen. Dies geschieht einfach und lässt sich nicht bewusst steuern.

Angst zeigt sich auf viele verschiedene Arten. Sie tritt dabei häufig plötzlich und unerwartet auf. Das hat unter Umständen zur Folge, dass sie uns in Situationen trifft, in denen wir sie überhaupt nicht gebrauchen können, wie zum Beispiel in einem vollen Supermarkt an der Kasse.

Angst ist ein sehr belastendes Gefühl.

Die Symptome sind vielfältig, teils spüren wir sie nur, teils sind sie für andere deutlich sichtbar, wenn wir zum Beispiel zittern oder schwitzen oder rot werden. Haben wir einmal Angst erlebt, versuchen wir genau dieses Gefühl zu vermeiden und diese belastenden Symptome nicht wieder spüren zu müssen. In unserem Beispiel im Supermarkt würden wir uns also ansehen, was die Angst ausgelöst hat, überprüfen, wie groß die Gefahr wirklich war und versuchen, diese Gefahrensituation zu vermeiden. Das ist die eine Sache.

Beurteilung der Angst

Auf der anderen Seite kommt die Interpretation der Angst dazu. Damit meine ich Gedanken wie „Was denken die anderen jetzt über mich?“, „Wie peinlich, jetzt sehen alle, dass ich zittere / schwitze / rot werde!“, „Es gibt überhaupt kein Grund. Ich sollte mich nicht so anstellen.“, „Ich habe mich nicht unter Kontrolle, alle sehen wie undiszipliniert ist bin!“ oder Ähnliches. Die Angst wird also noch von anderen Gefühlen wie Scham oder Wut begleitet. Gefühle, die sehr unangenehm und belastend sind. Häufig geschieht dies, weil wir uns die Angstreaktion nicht erklären können.

Entstehung der Erwartungshaltung

Erleben wir Angst in einer bestimmten Situation nicht nur einmal, erhöht sich unsere Selbstaufmerksamkeit. Wir wollen schließlich mit aller Macht dieses belastende Gefühl vermeiden. Unsere Aufmerksamkeit liegt nicht mehr auf der Situation sondern in erster Linie bei den Körpersymptomen.

Kommen wir noch einmal zu dem Beispiel im Supermarkt. Wir haben also Angst gespürt. Eines unserer Symptome war das Schwitzen. Nun kann es sein, dass wir in dem Supermarkt bei einem späteren Besuch schwitzen, weil es zu warm ist. Der Gedanken, dass es einfach nur zu warm ist, kommt uns gar nicht. Durch die erhöhte Selbstaufmerksamkeit schließen wir direkt auf einen erneuten Angstanfall, der beim letzten Mal nicht nur unangenehm war, sondern auch noch von Scham begleitet wurde. Der Körper ist in Alarmbereitschaft, ohne dass eine reelle Gefahr besteht.

Mit der Zeit kann sich also eine Angst-Erwartungshaltung entwickeln – die Angst vor der Angst.

Sie kennen genau dieses Gefühl?

Möglicherweise haben Sie gerade jetzt das Gefühl, Ihrer Angst machtlos ausgeliefert zu sein. Ja, Sie haben Recht, es klingt ziemlich aussichtslos. Wir haben es hier mit einem Teufelskreis zu tun oder eher noch mit einer Angst-Spirale, die sich scheinbar immer höher und höher ins Unendliche schraubt.

Doch es gibt Möglichkeiten, diesen Teufelskreis zu unterbrechen oder der Spirale ein Ende zu setzen.

Sagen Sie jetzt Stopp!

Es braucht Mut, sich der Angst vor der Angst zu stellen. Möglicherweise befürchten Sie, dass Ihnen niemand glaubt. Vielleicht können Sie sich diese Angst auch selber nicht erklären, halten diese Angst bewusst eventuell selber für unrealistisch.

Doch da möchte ich Sie beruhigen: Ihre Angst ist ein Gefühl und das ist völlig echt! Bitte verurteilen Sie Ihrer Angstgefühle nicht! Auch wenn es sich mit dem klaren Verstand möglicherweise nicht erklären lässt – so hat sie einen Grund und damit auch eine Funktion.

Was kann ich für Sie tun?

Der Weg aus jeder Angst – also auch aus der Angst vor der Angst – ist nicht immer ein Spaziergang. Er ist allerdings wesentlich angenehmer und leichter zu gehen, wenn Sie begleitet werden. Es tut gut zu wissen, dass jemand da ist, der Ihnen glaubt, dem Sie vertrauen können und der Ihnen Trost und Zuversicht geben kann. Gehen Sie diesen Weg nicht alleine, sondern gemeinsam mit einer verständnisvollen Person.

Manchmal ist es allerdings einfacher und sogar sinnvoller, diesen Schritt mit einer außenstehenden Person zu gehen. Oft sind gerade bei Personen, die uns sehr nah stehen, Hemmschwellen vorhanden, die eine Besserung herauszögern können. Hier spielt die Angst vor eventuellen Verletzungen („Ich will doch nur helfen!“) eine Rolle. Sie können sich sicherlich gut vorstellen, dass eine weitere Angst behindernd wirken kann.

Wenn Sie es möchten, helfe auch ich Ihnen gerne. Ich begleite Sie auf Ihrem Weg aus der Angst ganz individuell, so wie sie es brauchen und in dem Tempo, das gut für Sie ist. In einem ersten für Sie kostenfreien Gespräch können wir alles Weitere besprechen. Kontaktieren Sie mich. Ich freue mich auf Sie und Ihre Nachricht!