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Manuela Kopp
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In der Zwickmühle

Liebe Leserin,
lieber Leser,

kennen Sie das? Sie betrachten ihr Leben, einen bestimmten Bereich oder auch eine bestimmte Situation und sehen, dass alles gut oder sogar perfekt ist. Möglicherweise sehen Sie auch zweimal oder dreimal oder noch häufiger hin.

Sie wissen, alles ist gut so wie es ist, doch es fühlt sich nicht so an.

Irgendetwas stört oder irritiert Sie. Möglicherweise bekommen Sie von der Familie oder Freunden genau das bestätigt, was ihr Kopf weiß, nämlich, dass alles ok ist.

Allerdings handeln wir nur zu einem sehr kleinen Anteil mit dem Verstand. Lediglich 2 – 5 % aller Dinge, die Sie jeden Tag tun, werden vom Kopf gesteuert.

Wo kommt nun also dieses seltsame Gefühl her?

Wenn wir Situationen oder Gegebenheiten betrachten und bewerten, spielen sehr viele Komponenten eine große Rolle.

Wichtig ist zu wissen, dass es nicht die EINE Wahrheit gibt, sondern jeder Einzelne von uns seine eigene Wahrheit hat. Es kommt immer darauf an, WIE, aber auch WARUM wir diese Situation betrachten. Der Blickwinkel ist also sehr entscheidend. Handelt es sich um eine Überprüfung, ob wirklich alles in Ordnung ist, oder ist es vielmehr eine kritische Betrachtung, weil wir uns insgeheim eine Veränderung wünschen.

Unsere Gesellschaft spielt eine große Rolle.

Wir bekommen seit frühster Kindheit Regeln, Wahrheiten und Einstellungen vorgelebt. So kommt es vor, dass wir etwas fühlen, von dem wir jedoch wissen, dass es von der Gesellschaft abgelehnt wird. Wir haben regelrecht Sorge, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, wenn wir unsere eigenen Interessen weiter verfolgen. Denn mit einem Ausschluss aus der Gesellschaft verbinden wir automatisch das Alleinsein. Wir Menschen sind jedoch „Herdentiere“ und keine „Einzelkämpfer“. Aus Angst vor Einsamkeit passen wir uns also lieber an und trauen uns nicht, den eigenen Weg zu gehen.

Der Wunsch nach Veränderung entwickelt sich schleichend.

Sie wissen sicherlich, dass wir uns alle ständig verändern, genauso wie unsere Umwelt sich in einem permanenten Wandel befindet. Dies geschieht in so winzig kleinen Schritten, dass wir es häufig gar nicht mitbekommen.

In unserem Alltag sind wir ständig mit anderen Dingen beschäftigt. Da jagt ein Termin den nächsten, kleine und größere Probleme müssen gelöst werden, andere benötigen unsere Hilfe…und schließlich muss ja auch das Leben, das Jahr, der Monat und jeder einzelne Tag gut geplant werden.

Vielleicht kennen Sie diese Beobachtung: Sie sehen in ihrer Stadt ein freies Feld. Es war immer da und gehört zum Umgebungsbild. Ob es nun schön aussieht oder nicht, das ist ja Geschmacksache. Plötzlich ist ein Kellergeschoss für ein neues Haus entstanden. Die Planungen im Vorfeld und die ersten Arbeiten haben Sie gar nicht mitbekommen. Beim nächsten Hinsehen steht das ganze Haus. Vielleicht haben Sie sich noch überlegt, ob das neue Haus in die Gegend passt, ob es Ihnen gefällt oder eher nicht. Während Sie noch mit diesen Gedanken beschäftigt sind, ist das neue Haus bewohnt und mit Leben gefüllt.

Wie die einzelnen Mauersteine aufeinander gesetzt werden, eine Wand nach der anderen entsteht, die Fenster und Türen eingesetzt und das Dach gedeckt werden – all diese kleinen Schritte, die alle eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen – könnten Sie sehen, jedoch nehmen Sie sie nicht in allen Einzelheiten wahr.

Genauso verhält es sich auch mit den Veränderungen in unserer Umwelt – im Kleinen, also in unserer eigenen kleinen Welt, genauso wie im Großen. Diese einzelnen Schritte könnte jeder andere ebenso wahrnehmen, wenn er hinsehen würde.

Auch innen finden Veränderungen statt.

Kommen wir noch einmal zurück zu dem Beispiel des Hausbaus. Die Außenwände, das Gemäuer, das Dach, der Garten – all das sind also kleine und größere Fortschritte, die jeder bemerken könnte.

Doch das Haus besteht nicht nur aus dem Äußeren, auch im Inneren passiert eine ganze Menge, die niemand direkt sehen kann. Das Haus wird mit Strom, Wasser und Heizmöglichkeiten ausgestattet. Es werden Böden verlegt und Wände verkleidet und verschönert. Schließlich kommen auch noch neue Möbel dazu, aber auch ein paar ältere und auch ein paar ganz alte Möbelstücke ziehen mit ein.

Genau das ist der Punkt. Wir verändern uns auch im Inneren. Wir empfinden manche Dinge anders. Das Eine hat etwas mit besonderen Erlebnissen, anderes mit „dem Lauf des Lebens“ zu tun. Das geschieht ebenfalls nicht von heute auf morgen, auch wenn es sich manchmal so anfühlt. Wir bekommen in der Hektik des Alltags nicht alle Einzelheiten mit.

Wie in dem Haus, so gibt es auch in unserem Inneren ganz unterschiedliche Komponenten. Da sind die Gefühle wie Freude, Angst oder Schmerz aber auch die Erlebnisse, Erfahrungen und Veränderungen unserer Umwelt.

In dem Haus würden wir vielleicht feststellen, dass das Sofa aus der Studentenwohnung durchgesessen ist und einfach nicht mehr zur Einrichtung passt. Vielleicht ist es aber auch ein uralter Kleiderschrank von der Oma, den man wieder aufgestellt hat, obwohl er seine besten Tage längst hinter sich hat. Wir bemerken, dass die Optik nicht stimmig ist und die Gemütlichkeit in dem Haus gestört wird, können es aber nicht erklären. Wir beginnen zu renovieren, die Bilder auszutauschen, neue Möbel wieder zu verkaufen und durch andere zu ersetzen. Den Gedanken, das Sofa oder den Schrank zu entsorgen, versuchen wir gar nicht erst zu denken. Die waren schließlich immer da.

Manchmal sind auch in uns Gedanken, Gefühle oder Erfahrungen, die immer da waren. Wir kommen häufig nicht auf die Idee, dass unser „komisches Gefühl“ genau damit zu tun hat. Wir haben uns verändert – langsam, schleichend, kaum wahrnehmbar.

Und plötzlich fühlt sich irgendetwas falsch an.

„Plötzlich“ ist auch hier wieder nur eine Empfindung. Denn, wie Sie gerade lesen konnten, ist es ein schleichender Prozess.

Ich habe auch bewusst geschrieben, dass es sich falsch anfühlt. Denn das ist der Punkt. Sie fühlen es. Es muss deswegen aber nicht wirklich falsch sein. Wie Sie zu Beginn des Textes erfahren haben, gibt es nicht die EINE Wahrheit, sondern nur IHRE Wahrheit.

Es fällt sehr schwer, zu erkennen, dass es jetzt in unserem Inneren Empfindungen gibt, die nicht mehr zusammen passen. Noch schwieriger ist es jedoch, herauszubekommen, WAS nicht mehr passt. Wenn Sie das erst einmal herausgefiltert haben, dann fällt der nächste Schritt, nämlich das Loslassen des Alten, nicht mehr so schwer.

Was können Sie tun?

Eine Veränderung ist also nicht plötzlich da. Wir empfinden es nur so, weil wir die einzelnen Schritte nicht mitbekommen.

  • Erkennen Sie an, dass es Veränderungen gibt. Sie gehören in ihrer Umwelt und auch in ihrem Inneren zum Leben. Das Anerkennen ist ein sehr wichtiger Schritt.
  • Versuchen Sie zu verinnerlichen, dass es ok ist, wenn Sie sich von alten Gewohnheiten verabschieden.
  • Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sie wissen, Sie sind nicht „falsch“, weil sie sich verändern. Es passiert und das ist gut so.
  • Und schließlich: Versuchen Sie mit sich im Kontakt zu bleiben / wieder zu kommen. Schauen Sie regelmäßig ganz bewusst auf ihre Umwelt und in ihre Innenwelt. Beobachten Sie die Veränderungen. Auch wenn Sie möglicherweise nicht alle Schritte mitbekommen. Jede noch so kleine Veränderung, die Sie wahrnehmen, ist wichtig.
  • Nehmen Sie sich also ab und zu die Zeit, ganz bewusst einen Augenblick aus ihrem Alltag auszusteigen und sich und ihre Umwelt zu beobachten. Dabei kann es helfen, wenn Sie Ihre Beobachtungen, Gedanken und Empfindungen aufschreiben. So können Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt die einzelnen Schritte der Veränderungen noch einmal nachvollziehen.
    Sie werden sehen, im Laufe der Zeit können Sie immer mehr kleine Schritte wahrnehmen. Es braucht nur ein wenig Übung.

Und wenn Sie sich gerade in so einer Zwickmühle befinden…

Möglicherweise stehen Sie gerade jetzt an genau diesem Punkt: Sie wissen, dass alles ok ist, Sie glücklich und zufrieden sein müssten, aber es fühlt sich nicht so an.

Ziehen Sie sich mit einem Block, einem Stift und einer Tasse köstlichen Tee, oder was auch immer Sie gerne mögen, zurück und nehmen Sie sich eine bewusste Auszeit. Schreiben Sie alles auf, was ihnen gerade in den Kopf kommt. Versuchen Sie zu fühlen. Kommen Sie darauf, was dieses „Falsch“ ist? Haben Sie Geduld und versuchen Sie nichts zu erzwingen. Wie bei einem Hausbau braucht auch hier jeder kleine Schritt seine Zeit.

Schreiben ist nichts für Sie? Dann fragen Sie doch eine Person aus Ihrem Umfeld, der Sie vertrauen, ob Sie helfen würde. Die Aufgabe der anderen Person ist das Zuhören. Sie sollte nicht in Versuchung kommen, Ihre Gedanken zu beeinflussen. Es geht darum, dass Sie für sich herausbekommen, wo sie gerade stehen. Es ist eine reine Bestandsaufnahme.

Natürlich können Sie auch das Gespräch mit sich selbst führen. Sicherheitshalber könnten Sie ihre Worte aufnehmen. So können Sie sich bei Bedarf ihre Gedanken später noch einmal anhören.

Es kommt dabei nicht auf den Zusammenhang an. Versuchen Sie also nicht, Ihre Worte und Gedanken zu sortieren. Das würde nur stören.

Was kann ich für Sie tun?

Wenn Sie das Gefühl haben, alleine keinen Ausweg aus der Zwickmühle zu finden, helfe ich Ihnen gerne. Der Blick nach innen macht manchmal Angst. Schließlich wissen wir nicht, was wir entdecken und welche Konsequenzen das beinhaltet. Gerne unterstütze und begleite ich Sie dabei.

Für manche Themen ist es wichtig, dass sie aktuell und möglichst zügig in Angriff genommen werden. Deshalb biete ich ihnen in manchen Situationen auch sehr zeitnahe Folgetermine an, also zum Beispiel auch mehrere Tage infolge. Sie alleine entscheiden, was für Sie notwendig und passend ist.

Sie haben weitere Fragen? Kontaktieren Sie mich und vereinbaren Sie mit mir einen Termin zu einem für Sie kostenfreien Informationsgespräch. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!

Herzliche Grüße

Ihre

Manuela Kopp